Warum wir unseren Logopäd:innen das Gehalt erhöhen

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Wir haben allen unseren Logopäd:innen das Gehalt um 3,5% angehoben. Das entspricht 100% der Erhöhung der Kassensätze für dieses Jahr. Das haben wir gemacht, weil wir Palabra bei Palabra an Wertschätzung und Transparenz glauben. Ja, quasi Palabra auf diesen Werten gegründet haben.

Vor der Gründung von Palabra haben wir viele Logopäd:innen interviewt. Viele von ihnen konnten die einfache Frage “Wie hoch ist dein Gehalt?” zu unserer Überraschung nur schwammig beantworten. Viele, teilw. undurchsichtige Komponenten würden das Gehalt beeinflussen: Neben Patientenabsagen, sind dies insbesondere Hausbesuche, Anfahrtszeiten, Berichte, etc. Das Gehalt schwanke monatlich. Das ist leider der Standard der Branche, wie in vielen Stellenanzeigen zu lesen ist.

Die Intransparenz beginnt in der Logopädie oft schon in der Ausbildung. Die meisten von uns befragten Absolvent:innen der Logopädie, ob aus Schulen oder Universitäten, wissen nicht, was ein faires Gehalt ist. Weder der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, maßgeblich bspw. für das Gehalt in Kliniken, oder die o.g. “Gehaltskonstrukte” in den Praxen, sind Teil des Unterrichts.

Wir glauben, dass Transparenz im Gehalt ein Ausdruck von Wertschätzung ist. Wir glauben an transparente und faire Gehälter ohne Haken und Ösen. Darum geben wir die Erhöhung der Kassensätze zu 100% an unsere Logopäd:innen weiter.

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