Stimmstörung bei Kindern

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Kindliche Stimmstörung - Was ist das?

Eine kindliche Stimmstörung “liegt vor, wenn die Leistungsfähigkeit der Stimme eingeschränkt und ihr Klang verändert ist.” (Quelle: netdoktor) Die Stimmfunktionen, Tonhöhe und Lautstärke zu variieren, sind meistens erheblich beeinträchtigt. Zusätzlich ist die stimmliche Belastbarkeit reduziert, was im Alltag zu kommunikativen Einschränkungen führt. Dabei zeigen Kinder in der Regel eine auffällig vertiefte Stimmlage, eine verkürzte Sprechatmung und eine erhöhte Muskelspannung.

Ab wann ist eine Behandlung sinnvoll?

Jede Heiserkeit, bei der keine Grunderkrankung vorliegt und die länger als 2 Wochen andauert, sollte ärztlich abgeklärt werden. Ein HNO-Arzt kann durch eine Untersuchung von Kehlkopf und Stimmlippen überprüfen, ob organische Ursachen vorliegen und im Anschluss Stimmtherapie verordnen. Normalerweise werden Stimmtherapien ab dem Vorschulalter durchgeführt. Bleibt eine Stimmstörung lange Zeit unbehandelt, geht dies oft mit organischen Veränderungen an den Stimmlippen einher.

Was sind mögliche Symptome?

  • Heiserkeit
  • Räusperzwang
  • belegter Stimmklang
  • behauchter Stimmklang
  • Stimmversagen
  • Fremdkörpergefühl im Hals
  • Halsschmerzen

Behandlung von Stimmstörungen bei Kindern

Es wird als erstes an der Körperspannung, Atmung, Artikulation und Stimmgebung gearbeitet. Das Kind lernt auf spielerische Art und Weise, welche Regeln es beim Stimmgebrauch zu beachten gilt und wie es bewusst Tonhöhe, Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit einsetzen kann. Hier wird viel mit Vorstellungshilfen gearbeitet, z.B. spricht die Maus ganz leise und der Löwe laut.

Prophylaxe

Eltern sollten prinzipiell ein gutes Stimmvorbild sein, da sich Kinder häufig an ihnen orientieren. Ein bewusster Umgang mit der Stimme bedeutet z.B., eine angemessene Lautstärke zu wählen und eine gesunde Sprechatmung vorzuleben. Des Weiteren sollten grundlegende Kommunikationsregeln, “wie z.B. ‘einander zuhören’ oder ‘ausreden lassen’” (Quelle: dbl) fester Bestandteil der familiären Kommunikation sein.

Quellen und weiterführende Links

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