5 Fragen zur Logopädie mit Kindern

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In der Logopädie hat nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern häufig viele Fragen. Wir haben Ihnen die Antworten auf die wichtigsten 5 Fragen zusammengestellt!

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Wie lange braucht mein Kind Logopädie?

Viele Eltern stellen sich diese Frage zu Beginn einer Therapie! Für Logopäden ist es allerdings sehr schwierig, diese Frage vor einer Therapie zu beantworten, weil viele Faktoren dabei eine Rolle spielen. Dazu zählt zum Beispiel der Schweregrad der Sprachstörung, wie lange die Schwierigkeiten schon bestehen und wie oft eine Therapie in der Woche zeitlich möglich ist. Eine entscheidende Rolle spielt außerdem, wie viel zwischen den Therapieeinheiten zu Hause geübt werden kann. Daher kann Ihnen der Therapeut oder die Therapeutin diese Frage nicht gleich zu Beginn beantworten. Nach einigen Wochen weiß der Therapeut oder die Therapeutin, wie Ihr Kind lernt und kann Ihnen eine grobe Einschätzung geben.

Muss ich mit meinem Kind Zuhause üben?

Unbedingt! Das regelmäßige Üben zwischen den Therapieeinheiten ist auch in der Logopädie der Schlüssel zum Erfolg. Wie alle anderen Dinge, die man lernen möchte (zum Beispiel eine Sportart oder ein Musikinstrument), muss man regelmäßig üben, damit die Therapie zum Erfolg wird. Wenn die Übungen nur in den Therapieeinheiten stattfinden (die nur eine sehr kurze Zeit in der Woche einnehmen), kann es mitunter sehr lange dauern, bis Erfolge und Verbesserungen auftreten. Die Logopädin wird Sie beraten, welche Übungen Sie mit Ihrem Kind zu Hause machen können und wie Sie diese in den gemeinsamen Alltag integrieren können. Oft reichen schon wenige Minuten am Tag, um einen großen Unterschied zu machen!

Warum wird mit Kindern in der Logopädie so oft gespielt? Bringt das überhaupt etwas?

Auf den ersten Blick kann es wirken, als ob in der Logopädie „ja nur gespielt wird“. Hat dieses Spielen denn einen Sinn? Das hat es!

Das Spielen ist ein wichtiger Bereich der frühkindlichen Entwicklung und eng mit dem Beginn der Kommunikation verknüpft. Im Spiel lernen alle Kinder wichtige Fähigkeiten für die Sprache. Ein Beispiel hierfür ist die geteilte Aufmerksamkeit, bzw. der sogenannte “trianguläre Blickkontakt”. Dieser lässt sich beobachten, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Kind mit einem Objekt spielen und Ihr Kind abwechselnd Sie und das Spielzeug anschaut. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Sprachentwicklung und gegebenenfalls auch Inhalt der logopädischen Therapie, wenn das Kind dabei noch Schwierigkeiten hat.

 Vor allem bei kleineren Kindern werden die Therapieinhalte oft in Spiele verpackt, um das Kind zu motivieren und um die Therapiestunde aufzulockern. Dabei kann es für Eltern manchmal spontan schwierig sein, das Therapieziel in der Spieleinheit zu erkennen. Die Logopädin wird Sie aber immer darüber informieren, welche Ziele im Moment im Vordergrund stehen. Wenn etwas unklar sein sollte, fragen Sie einfach nach der Stunde immer gern nach!

Ab welchem Alter ist Logopädie möglich?

Grundsätzlich gilt hierbei: je früher, desto besser. Die Sprachentwicklung eines Kindes beginnt schon, bevor die ersten Wörter produziert werden!

Die verschiedenen  Schritte der Sprachentwicklung bauen aufeinander auf, wie bei einer Treppe. Beispielsweise produzieren Kinder die ersten Wörter im Alter von ungefähr einem Jahr. Wenn diese Entwicklung verzögert ist, wird es oft auch länger dauern, bis das Kind kurze Sätze produziert. Dadurch verzögert sich die sprachliche Entwicklung also noch weiter.

Wenn ein großer Rückstand entsteht kann dies zu Frustration und sozialen Problemen führen – die Kinder haben Schwierigkeiten Ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern, erleben Missverständnisse im Alltag und haben Probleme mit Gleichaltrigen verbal ihre Wünsche und Grenzen zu besprechen.

Es ist also eine gute Idee, nicht zu lange mit einer logopädischen Diagnostik oder Beratung zu warten. Wenn Ihnen, dem Kinderarzt oder dem Personal in der Kita etwas an der Sprachentwicklung Ihres Kindes auffällt, suchen Sie möglichst bald eine logopädische Praxis zu Abklärung auf.

Wie bekomme ich für mein Kind ein Rezept für die Logopädie ?

  1. Kind beobachten: Achten Sie auf Ihr Kind in verschiedenen alltäglichen Situationen. Es ist hilfreich, spezifische Momente zu notieren, in denen Ihnen sprachliche oder kommunikative Auffälligkeiten bei Ihrem Kind auffallen. Dies könnte beispielsweise Schwierigkeiten beim Aussprechen bestimmter Laute, beim Verstehen oder Verwenden von Wörtern und Sätzen sein.

  2. Notieren Sie Ihre Beobachtungen: Es ist ratsam, sich Situationen zu merken oder aufzuschreiben, in denen diese Auffälligkeiten auftreten. Diese Notizen werden Ihnen helfen, dem Arzt konkrete Beispiele zu geben, was die Diagnose und die Entscheidung für das weitere Vorgehen erleichtern kann.

  3. Termin beim Arzt vereinbaren: Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Kinderarzt, einem Hals-Nasen-Ohrenarzt, einem Pädaudiologen (Facharzt für Hören und Sprache) oder einem Kinderpsychiater. Diese Fachärzte können logopädische Rezepte für Kinder ausstellen.

  4. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen: Während des Termins beschreiben Sie dem Arzt detailliert Ihre Beobachtungen. Je mehr Informationen Sie liefern, desto besser kann der Arzt die Notwendigkeit einer logopädischen Therapie einschätzen.

  5. Ausstellung eines Rezeptes: Wenn der Arzt eine logopädische Therapie für notwendig hält, kann er ein Rezept ausstellen. Oft wird zunächst ein Rezept für eine diagnostische Bewertung durch einen Logopäden ausgestellt, um den genauen Therapiebedarf zu ermitteln.

  6. Folgerezepte nach Bedarf: Nach Ablauf des ursprünglichen Rezeptes und basierend auf der Empfehlung des Logopäden kann der Arzt ein Folgerezept ausstellen, wenn weiterer Behandlungsbedarf besteht.

Sollte Ihnen die Sprachentwicklung eines Kindes auffällig erscheinen oder Sie Fragen zur Sprachentwicklung im Kindergartenalter haben, zögern sie nicht. Kontaktieren Sie gerne unsere Logopäd*innen!

Foto von Mikhail Nilov auf Pexels.com

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